Vergütung & Benefits

Gehaltserhöhung Planung Excel - Kostenlose Vorlage

Excel-Vorlage für Gehaltserhöhungen mit Gehaltsdaten, Erhöhungsbudget, Genehmigungsstatus und Dashboard für HR und Geschäftsführung.

Stefan Bauer
Excel-Vorlage von
Stefan Bauer
Nicole Wagner
Anleitung von
Nicole Wagner
30/07/2026
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Die Gehaltserhöhung Planung Excel Vorlage bündelt Mitarbeitende, aktuelles Gehalt, vorgeschlagene Erhöhung, Erhöhungsbetrag, neues Gehalt, Budgetstatus und Genehmigung in einer Arbeitsmappe. Sie dient HR, Führungskräften und Geschäftsführungen dazu, Gehaltsrunden für 2026 nachvollziehbar vorzubereiten und finanzielle Auswirkungen vor der Freigabe zu prüfen.

Im Tabellenblatt Gehaltsplanung trägst du unter anderem Name, Abteilung, Stadt, Eintrittsdatum, Betriebszugehörigkeit, Leistungsbewertung und aktuelles Gehalt ein. Die Datei stellt den Erhöhungsvorschlag der Empfehlung gegenüber und weist Erhöhungsbetrag, neues Gehalt sowie den Status Offen oder Ja aus. Abbildung 1 zeigt die türkis formatierte Planungstabelle mit 14 Spalten.

Die Vorlage ist für Personalabteilungen, Bereichsleitungen und Geschäftsführungen in kleinen und mittleren Betrieben gedacht. Sie ersetzt keine Entgeltordnung, keine individuelle Prüfung nach AGG und keine Beteiligung des Betriebsrats; außerdem enthält sie keine Lohnabrechnung und prüft nicht automatisch Tarifbindung, Mindestlohngrenzen oder Ansprüche aus einem Arbeitsvertrag.

Captura de tela 1: Aba Gehaltsplanung - Planilha Excel gehaltserhöhung planung excel vorlage
Abbildung 1: Tabellenblatt „Gehaltsplanung"

Die wichtigsten Vorteile dieser Excel-Vorlage

  • Budgetwirkung sichtbar: Der Erhöhungsbetrag und das neue Gehalt machen die Kosten je Person vor der Genehmigung nachvollziehbar.
  • Leistungsbewertung von 1 bis 5 und Betriebszugehörigkeit schaffen eine einheitliche Grundlage für die Gehaltsrunde statt isolierter Einzelentscheidungen.
  • Mit vorgeschlagener Erhöhung und Empfehlung vergleichst du Wunschwert und interne Entscheidung direkt in derselben Zeile.
  • Der Budget Status zeigt, welche Fälle noch offen sind und welche bereits mit Ja markiert wurden.
  • Abteilungen, Städte und Gehälter lassen sich in einer Liste auswerten, etwa für Vertrieb, Produktion, IT oder Buchhaltung.
  • Das Dashboard verdichtet die Planung für die Geschäftsführung, ohne dass jede einzelne Mitarbeiterzeile in der Besprechung geöffnet werden muss.
  • Die getrennte Anleitung reduziert Übergabefehler, wenn Führungskräfte ihre Vorschläge an HR oder die Lohnbuchhaltung liefern.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Schritt 1 — Öffne das Tabellenblatt Anleitung und lege fest, für welche Gehaltsrunde 2026 du die Datei verwendest. Kläre vor der Eingabe, wer Vorschläge machen und wer genehmigen darf.
  2. Schritt 2 — Wechsle zu Gehaltsplanung und erfasse je Person die Nummer, den Namen, die Abteilung, die Stadt und das Eintrittsdatum. Prüfe besonders Schreibweise und Eintrittsdatum gegen die Personalakte.
  3. Schritt 3 — Ergänze Betriebszugehörigkeit, Leistungsbewertung von 1 bis 5 und das aktuelle Gehalt in Euro. Verwende das regelmäßige Bruttogehalt und mische keine Boni oder Einmalzahlungen in diesen Wert.
  4. Schritt 4 — Trage die vorgeschlagene Erhöhung als Prozentwert ein und vergleiche sie mit der Spalte Empfehlung. Ein Vorschlag von 5 % bei 4.000,00 € entspricht 200,00 € monatlich und 2.400,00 € jährlich ohne Arbeitgebernebenkosten.
  5. Schritt 5 — Prüfe Erhöhungsbetrag, neues Gehalt und Budget Status je Zeile. Fälle mit Offen bearbeitest du vor der Entscheidung; genehmigte Fälle markierst du erst nach dokumentierter Freigabe mit Ja.
  6. Schritt 6 — Kontrolliere das Tabellenblatt Dashboard und vergleiche die Gesamtsicht mit deinem verfügbaren Personalbudget. Speichere eine Version vor und nach der Genehmigungsrunde und übergib nur die freigegebenen Änderungen an die Lohnbuchhaltung.
Captura de tela 2: Aba Dashboard - Planilha Excel gehaltserhöhung planung excel vorlage
Abbildung 2: Tabellenblatt „Dashboard"

Enthaltene Funktionen

Das Blatt Gehaltsplanung enthält die Spalten Nr., Name, Abteilung, Stadt, Eintrittsdatum und Betriebszugehörigkeit (Jahre).
Leistungsbewertung (1-5), aktuelles Gehalt (€), vorgeschlagene Erhöhung (%) und Empfehlung (%) bilden die Entscheidungsgrundlage ab.
Erhöhungsbetrag (€) und neues Gehalt (€) zeigen die finanzielle Wirkung des jeweiligen Vorschlags.
Die Spalte Budget Status unterscheidet offene Vorgänge von mit Ja gekennzeichneten Fällen.
Die Spalte Genehmigt dokumentiert den Bearbeitungsstand der vorgeschlagenen Gehaltsänderung.
Das Dashboard bereitet die Gehaltsplanung für die Managementsicht auf; Abbildung 2 zeigt diese verdichtete Auswertung.
Die Anleitung erklärt den Aufbau der Datei; Abbildung 3 zeigt das dritte Tabellenblatt mit dem Anwendungshinweis.

So läuft eine Gehaltsrunde im Mittelstand ab

In einem Mittelständler mit 80 Beschäftigten startet die Personalleitung die Gehaltsrunde meist sechs bis acht Wochen vor dem gewünschten Wirksamkeitstermin. Sie fordert von den Führungskräften die Leistungsbewertung, den Vorschlag in Prozent und eine kurze Begründung an. Das Tabellenblatt Gehaltsplanung ist dabei die zentrale Arbeitsliste; die Personalakte bleibt der Nachweis für Arbeitsvertrag, letzte Änderung und bisherige Vergütung.

Die Eingabe kommt aus drei Quellen

Das Eintrittsdatum prüfst du gegen die Personalakte, das aktuelle Bruttogehalt gegen die letzte Lohnabrechnung und die Leistungsbewertung gegen das dokumentierte Mitarbeitergespräch. In Abbildung 1 stehen diese Angaben in den Spalten Name bis Aktuelles Gehalt (€); Vorschlag, Empfehlung, Erhöhungsbetrag und neues Gehalt werden anschließend je Person gegenübergestellt.

Bei 80 Beschäftigten und einer durchschnittlichen Erhöhung von 3,5 % auf 4.000,00 € Monatsbrutto entstehen 140,00 € mehr Monatsgehalt pro Person. Für 50 genehmigte Erhöhungen sind das 7.000,00 € monatlich beziehungsweise 84.000,00 € jährlich, bevor Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung und weitere Personalkosten berücksichtigt werden.

Freigabe und Übergabe

Die Führungskraft schlägt vor, HR prüft Gleichbehandlung und Budget, die Geschäftsführung genehmigt und die Lohnbuchhaltung setzt die Änderung zum vereinbarten Datum um. Gibt es einen Betriebsrat, prüfst du vorab, ob eine bestehende Betriebsvereinbarung zu Entgeltgrundsätzen oder Leistungsentgelten greift; § 87 Abs. 1 Nr. 10 und 11 BetrVG können die Mitbestimmung auslösen. Das Dashboard aus Abbildung 2 dient der Freigaberunde, die Anleitung aus Abbildung 3 der einheitlichen Anwendung.

Captura de tela 3: Aba Anleitung - Planilha Excel gehaltserhöhung planung excel vorlage
Abbildung 3: Tabellenblatt „Anleitung"

Diese Regeln gelten bei Gehaltserhöhungen

Eine Gehaltserhöhung ist nicht nur eine Budgetentscheidung. Die Änderung muss zum Arbeitsvertrag, zu einem anwendbaren Tarifvertrag und zu einer betrieblichen Entgeltordnung passen. Bei Teilzeit ist die Vergütung regelmäßig anteilig zu betrachten; bei einer Erhöhung von 200,00 € monatlich entspricht das 2.400,00 € Jahresbrutto, zuzüglich der Arbeitgeberkosten.

Nachweis und Gleichbehandlung

Ändert sich die Vergütung, muss der Arbeitgeber die wesentlichen Vertragsbedingungen nach dem NachwG dokumentieren. § 2 NachwG verlangt Angaben zur Vergütung einschließlich ihrer Zusammensetzung und Fälligkeit; ein Verstoß kann bis zu 2.000,00 € je Verstoß kosten. Die Excel-Zeile ist deshalb kein Ersatz für einen Änderungsvertrag oder einen ordnungsgemäßen Nachweis.

§ 7 AGG verbietet Benachteiligungen unter anderem wegen Geschlecht, Alter, ethnischer Herkunft, Religion, Behinderung oder sexueller Identität. Vergleiche deshalb gleichartige Tätigkeiten und nicht nur die Spalte Leistungsbewertung. Das EntgTranspG gibt Beschäftigten in Betrieben mit regelmäßig mehr als 200 Beschäftigten unter den Voraussetzungen des Gesetzes einen individuellen Auskunftsanspruch; bei 80 Beschäftigten greift diese konkrete Schwelle noch nicht, das Benachteiligungsverbot bleibt aber bestehen.

Mitbestimmung und Datenschutz

Gibt es einen Betriebsrat, können allgemeine Entlohnungsgrundsätze nach § 87 Abs. 1 Nr. 10 BetrVG und technische Auswertungen nach Nr. 6 relevant sein. Beschäftigtendaten verarbeitest du nach Art. 6 und Art. 88 DSGVO sowie § 26 BDSG zweckgebunden und mit Zugriffsschutz. Eine ungeschützte Datei mit 80 Gehältern ist kein geeigneter Versandweg; DSGVO-Verstöße können bis zu 20.000.000,00 € oder 4 % des weltweiten Jahresumsatzes betragen.

Für die interne Freigabe und den geschützten Zugriff auf Vergütungsdaten bietet sich eine Gehaltsband-Vorlage an.

Warum unklare Gehaltsvorschläge teuer werden

Der teuerste Fehler ist eine Gehaltsrunde ohne dokumentierte Vergleichslogik. Wenn zwei Beschäftigte mit gleicher Tätigkeit und vergleichbarer Leistung unterschiedlich behandelt werden, kann der Arbeitgeber die Differenz nicht mit dem Satz begründen, die Führungskraft habe eben anders entschieden. Bei 250,00 € monatlicher Differenz entstehen für eine betroffene Person 3.000,00 € Jahresbrutto; bei fünf Personen sind es 15.000,00 € pro Jahr, bevor Prozess- und Nachzahlungskosten hinzukommen.

Prozent und Euro nicht verwechseln

In der Praxis habe ich mehrfach erlebt, dass 4 % als 4,00 € oder als monatlicher Pauschalbetrag verstanden wurden. Bei 6.200,00 € Monatsbrutto sind 4 % genau 248,00 € monatlich und 2.976,00 € jährlich. Die Spalten Vorgeschlagene Erhöhung (%), Erhöhungsbetrag (€) und Neues Gehalt (€) in Abbildung 1 zwingen zur Kontrolle dieser drei Größen.

Ein zweiter Fehler ist die Freigabe ohne Budgetstatus. Wenn 30 Personen mit 5.000,00 € Monatsbrutto jeweils 6 % erhalten, kostet die Runde 9.000,00 € zusätzlich pro Monat und 108.000,00 € im Jahr. Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung erhöhen die tatsächliche Belastung weiter; das Dashboard muss deshalb als Planungswert und nicht als vollständige Lohnabrechnung verstanden werden.

Fehlende Nachweise nach der Entscheidung

Eine Markierung Genehmigt mit Ja beweist noch keinen Änderungsvertrag. Wird die Gehaltserhöhung nicht mit Wirksamkeitsdatum und neuer Vergütung nachgewiesen, droht ein Verstoß gegen § 2 NachwG bis 2.000,00 € je Fall. Die saubere Reihenfolge lautet daher: Vorschlag, Gleichbehandlungsprüfung, Betriebsratsprüfung sofern erforderlich, Genehmigung, Änderungsnachweis und erst danach Übergabe an die Lohnbuchhaltung.

Die saubere Übergabe an die Lohnbuchhaltung passt dann auch zur Provisionsabrechnung, in der Wirksamkeitsdatum, Vergütung und Nachweis nachvollziehbar zusammengeführt werden.

So wird die Gehaltsplanung für größere Teams nutzbar

Bei 80 Beschäftigten kostet die monatliche manuelle Prüfung von Namen, Gehältern, Abteilungen und Freigabeständen schnell sechs Stunden. Mit einer zentral gepflegten Planungstabelle und festen Eingabefeldern sinkt die Kontrolle auf etwa zwei Stunden, wenn keine individuellen Nachverhandlungen hinzukommen. Für mehr als 100 bis 150 Beschäftigte ist eine HR-Software der Excel-Lösung vorzuziehen, weil Versionierung, Rollenrechte und die Übergabe an die Lohnabrechnung sonst zum Engpass werden.

Formeln gezielt einsetzen

Wenn du die Datei erweiterst, kannst du Stammdaten aus einem separaten Blatt mit SVERWEIS anhand der Personalnummer übernehmen. Für die Auswertung nach Status eignet sich ZÄHLENWENN, für die Addition genehmigter Erhöhungsbeträge SUMMEWENN und für eine Statuslogik WENN. In der deutschen Excel-Version trennst du Argumente mit Semikolon, zum Beispiel WENN(M4="Ja";"freigegeben";"offen").

  • Abteilungsbudget: SUMMEWENN nach Abteilung und Genehmigt-Status.
  • Offene Fälle: ZÄHLENWENN für den Wert Offen.
  • Stammdatenabgleich: SVERWEIS über die Spalte Nr.

Für DATEV oder die Lohnbuchhaltung exportierst du nur freigegebene Datensätze mit Personalnummer, Wirksamkeitsdatum, altem und neuem Bruttogehalt. Gehaltsdaten gehören nicht unverschlüsselt in einen allgemeinen E-Mail-Verteiler; bei 80 Beschäftigten lohnt sich eine geschützte Ablage mit klaren Bearbeitungsrechten deutlich mehr als eine zusätzliche manuelle Kopie.

Häufige Fragen zu dieser Vorlage

Die Autoren dieser Seite
Stefan Bauer
Excel-Vorlage erstellt von
Stefan Bauer · HR-Manager & Excel-Experte
Stefan Bauer ist HR-Manager und Excel-Experte mit über 14 Jahren Erfahrung in der Personalabteilung. Er entwickelt rechtssichere Vorlagen für Personalplanung, Zeiterfassung und Mitarbeiterverwaltung – stets im Einklang mit ArbZG, BUrlG und DSGVO.
Nicole Wagner
Anleitung geschrieben von
Nicole Wagner · Personalreferentin & Fachredakteurin
Nicole Wagner ist Personalreferentin und Fachredakteurin. Sie erklärt komplexe HR-Themen und Excel-Funktionen Schritt für Schritt, damit Personalverantwortliche und kleine Unternehmen sofort loslegen können.
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